Mooney - Geschichte

Der Anfang  

Al Mooney wurde 1906 geboren und sein Bruder John im Jahre 1904. Zunächst begann Al seine Karriere bei der "Alexander Aircraft Company" 1925 begann. Vier Jahre später hatte er genügend Startkapital beschafft, um die "Mooney Aircraft Company" zu gründen.
Die Produktion seines neu entwickelten Flugzeugs - der M-5 - musste bereits wieder nach 2 Flugzeugen eingestellt werden, wegen des 1929 eingetretenen Börsencrashs. Al und Art Mooney beschlossen, Ihre Firma wieder zu schließen und für andere Flugzeughersteller zu arbeiten.

Während seiner Arbeit für "Culver Aircraft", entwickelte Al Mooney die Culver Cadet. Ein zweisitzigen Tiefdecker mit einziehbarem Fahrwerk, das in diesen Jahren seines gleichen suchte.


Al Mooney
 
Die Mites
In 1946 nahm Al Mooney seine Firmenidee wieder auf und versuchte erneut mit seiner wiedereröffneten Mooney Aircraft Company Fuß zu fassen. Dieses al Mal auch um einiges erfolgreicher. 1950 lieferte er 55 der mittlerweile legendären M-18 Mite, einem kleinen einsitzigen Flugzeug mit Continental Motor, aus. Ihr folgte die stärke M-18.
 
Umzug nach Kerville  

Mooney Hangar
Da die Air Force im Jahre 1954 den Flugplatz neben der Flugzeugfabrik in Wichita übernahm, war Al Mooney gezwungen sich einen neuen Firmensitz zu suchen. Er entschied sich für seine neue Heimatstadt in Kerville, Texas. Dort begann er mit der Entwicklung einer viersitzigen Maschine, der M20. Dieses überwiegend aus Holz konstruierte Flugzeug, war außerordentlich zuverlässig und ekonomisch und war mit einem manuellen Einziehfahrwerk ausgestattet. Die ersten Testflüge mit der M-20 fanden im Jahre 1953 statt.
Leider zwangen finanzielle Engpässe die Firma wieder in die Krise. Die Firma wurde übernommen und Al Mooney schied aus der Firma aus. Sein Bruder und er entschieden sich, bei Lockheed weiterzuarbeiten. Dort blieben sie auch bis zu ihrer Pensionierung.
 
Der Anfang der M-20

Unter einem neuen Management wurde die M-20 weiter entwickelt. Ein 150PS starker Lycoming ersetzte den Conti-Motor. 1955 wurde die M-20 dann der allgemeinen Luftfahrt vorgestellt.
Im gleichen Jahr wurde die Produktion der Mooney Mite nach 283 produzierten Flugzeugen eingestellt. Bis Ende 1955 wurden jedoch nur 10 der M-20 mit einem Verlust von $3.000,- pro Stück verkauft. Dennoch schaffte Mooney es, bis 1959 231 M-20 zu verkaufen, die jetzt mit einem stärkeren 180PS Motor ausgestattet wurden.
Dies war das erste mal nach 5 Jahren, daß Mooney wieder schwarze Zahlen schrieb.

1960 ersetzen die Mooney-Ingenieure die Holzkunstruktion durch eine Aluminiumkonstruktion. Die Geburtstunde der M20B. Ihr folgte im Jahre 1962 die M20C. Später entschied sich Mooney, eine neue Trainer Version, die M20D, zu entwickeln.


Prototyp der ersten M20

 
Die M20E  
Im Jahre 1964 wurde die M20E Super 21 eingeführt. Diese basierte im Wesentlichen auf der M20C, wurde jedoch mit einem 200PS starken Motor ausgestattet, der bereits mit einer Einspritzung ausgestattet war.
Ein Jahr später wurde bereits ein Autopilot mit dem Namen "Positive Control" eingeführt. Dieser britische Autopilot war in der Lage, das Flugzeug in einer horizontalen Flügelposition zu halten. 1969 wurde dann die M20E Chaparral vorgestellt. Dieses neuartige Flugzeug hatte bereits alle Vorzüge der M20F, war jedoch mit einer verkürzten Kabine und kleineren Treibstofftanks ausgestattet.
 
Die M20F  
Im Jahre 1966 wurde dann die beliebte M20F eingeführt. Die Kabine der M20F wurde um 10 inches erweitert und ein drittes Seitenfenster wurde eingebaut. Auch die Treibstofftanks wurden von 52 auf 64 Gallonen erweitert. Durch das zusätzliche Gewicht musste die M20F in der Geschwindigkeit gegenüber der M20E zwar Federn lassen, jedoch führten viele Erweiterungen, wie z.B. die Verbesserung des Instrumentenbretts, die einteilige Windschutzscheibe, zurückstellbare Sitze oder eine Hutablage hinter dem Gepäckfach dazu, daß die M20F ein großartiges Flugzeug wurde.
Mooney machte Werbung dafür, daß die Verbesserungen nun eine um 13 Fuß vergrößerte Kabine ausmachten und so wurden bereits im ersten Jahr 536 Flugzeuge dieses Modells ausgeliefert. 1976 wurde das dritte Fenster durch ein verlängertes zweites Fenster ersetzt.
 
Der Name Mooney verschwindet
Mooney geriet wieder einmal in finanzielle Schwierigkeiten, nachdem viele Kontroversen innerhalb der Unternehmensführung dazu führten, daß leitende Angestellte die Firma verließen. Die Firma musste Insolvenz anmelden.
Dies ließ sich die Firma "American Electronic Laboratories" nicht nehmen und übernahm kurzer Hand den angeschlagenen Flugzeughersteller.
American Electronic Laboratories befand jedoch, daß Mooney eher Verluste einbrachte, als daß es Gewinne einfuhr und so entschied man sich, die Firma wieder zu verkaufen. Butler Aviation International Inc. übernahm diesmal die Firma. Butler fasste Mooney mit ihrem Aerostar Programm zusammen. Die Mooneys wurden nun trauriger Weise unter dem Namen "Aerostar" verkauft und die Aeorstar Produktion wurde ebenfalls in die Mooney-Fabrik in Kerrville verschoben.

Das Mooney-Werk und der Flugplatz
 
Die Rückkehr von Mooney
Glücklicher Weise übernahm im Jahre 1973 "Republic Steel Coorperation" die Firma. Sie versetzen die Mooney wieder in Ihren ursprünglichen Zustand, nachdem durch Kosteneinsparungen in den letzten Jahren vor dem Verkauf einige Veränderung vorgenommen wurden. Die Flugzeuge wurden wieder unter ihrem ursprünglichen Namen "Mooney" verkauft. Die Produktion wurde wieder am 1. Januar 1974 aufgenommen.
In den folgenden 10 Jahren war die Mooney Coorporation gefestigter als jemals zuvor. Viele der ehemaligen Aerostar Angestellten kehrten ebenfalls zu Mooney zurück.
 
Die M20J  
Die M20J wurde im Jahre 1977 eingeführt. Eine Verbesserung der Geschwindigkeit von 185 auf 201 mph, sowie eine neue Luftkühlung des Motors und der neuer McCauley Propeller waren einige der vorgenommenen Veränderungen.
Mit diesen drei verfügbaren Modellen, der M20C, M20F und der M20J, stiegen der Verkaufszahlen auf 409 Stück in diesem Jahr.
   
Natürlich verkauft Mooney auch heute noch traumhafte Flugzeuge und wird es hoffentlich auch noch lange weiter tun.
   
   

"Strength of Single-spar Wing Mooney MSE (J model) with 30 of the factory employees on it. Though single-spar construction is normally used for jet aircraft and not light planes, Mooney engineers adopted the design in the early 1960's, when construction moved away from wood wings. Later the factory engineers broke a static-test fixture at 9.3 Gs while trying a destructive test. "
From December, 1991 Flying Magazine